ERNÄHRUNG
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Was die Katze ißt
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| Die Art, in der eine Hauskatze Futter und Getränk zu sich nimmt,
hat sich aus ihrem wilden Dasein erhalten. Respektieren Sie ihre
Eßgewohnheiten auch im Hinblick darauf, daß sie mit dem zufrieden
sein muß, was Sie ihr vorsetzen. |
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Essen
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Die typische Stellung der Katze beim Essen ist die Hockstellung.
Vorder- und Hinterbeine sind eingeknickt, das Hinterteil ist leicht
angehoben, der Schwanz nach hinten gestreckt oder säuberlich um
den Leib geringelt.
Leben mehrere Katzen zusammen, sollte jede ihren eigenen Futternapf
haben, um zu ihrem Recht zu kommen. Die eine schlingt das Futter
nur so in sich hinein, die andere ißt eher gemächlich. |
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Fertigfutter
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- Feuchtnahrung ist in Dosen abgefüllte Vollwertnahrung aus Muskelfleisch, Innereien
oder verschiedenen Seefischen, dazu pflanzlichem Eiweiß, Getreide,
Mineralstoffen und Vitaminen.
- Trockenfutter ist hochkonzentrierte Vollwertnahrung, der bis auf etwa 10% das
Wasser entzogen wurde. Dazu müssen Katzen jedoch viel trinken
(etwa 100ml Wasser auf 100g Futter). Vorsicht: Besonders kastrierte
Kater, die zu Blasengries oder der tödlich verlaufenden Harnverhaltung
neigen, nehmen davon Schaden, also nur sparsam als Zusatzfutter
verabreichen, zum Kauen für die Zähne.
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Frischfutter
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- Fleisch: Rohes Fleisch ist das natürlichste Nahrungsmittel, aber wegen
der hohen Gefahr der Krankheitsübertragung ist davon abzuraten.
- Innereien: Herz (ohne Fett), Lunge, mageres Euter und Nieren nur gekocht
verfüttern. Nieren gut wässern. Rohe Leber führt ab, gekochte
stopft.
- Fisch: Nur leicht gedämpft und entgrätet.
- Eier: Nur das Eigelb roh und einmal in der Woche. Eiweiß nur gekocht.
- Fett: Leichtverdauliche Fette wie Maiskeim-, Weizenkeim- und Sonnenblumenöl
unters Futter mischen.
- Knochen: Zum Knabbern gegen Zahnsteinbildung, jedoch keine Geflügelknochen.
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Getränk und Trinkgewohnheiten
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Katzen trinken wenig und können im allgemeinen aus ihrer Nahrung
soviel Flüssigkeit nehmen, daß ihr Bedarf weitgehend gedeckt ist.
- Wasser ist das richtige Getränk für sie. Stellen sie ihrer Katze immer
einen frisch gefüllten Wassernapf hin, damit sie nichts abgestandenes
aus Pfützen, Gießkannen oder Blumenuntersetzern trinkt. TIP: Ein
kleiner Zimmerbrunnen, aus dem das Wasser frisch plätschert wird
gern als Trinkquelle von Ihren Vierbeinern genutzt.
- Milch ist Nahrung - kein Getränk. Sie enthält viele Nährstoffe, zum
Beispiel Eiweiß und Kalzium, und ist besonders wertvoll für tragende
und säugende Katzen sowie junge Kätzchen. Kuhmilch enthält allerdings
mehr Milchzucker als die Milch der Mutterkatze, weshalb manche
Katzen davon Durchfall bekommen. Sie sollte dann nicht mehr gefüttert
werden. Verträgliche Katzenmilch ist im Fachhandel erhältlich.
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Wieviel die Katze ißt
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- Ein junges Kätzchen zwischen 7 und 12 Wochen sollte fünfmal pro
Tag gefüttert werden und kann bis zu 250g verputzen. Wenn es offensichtlich
gut gedeiht und nicht ständig erbricht, braucht es das Futter,
um das es ständig bettelt. Verringern Sie mit zunehmendem Alter
die Anzahl der Mahlzeiten, aber noch nicht die Menge.
- Eine halberwachsene Katze zwischen 3 und 7 Monaten verträgt, ohne
Fett anzusetzen, bis zu 350g am Tag. Verteilen Sie das Futter
auf 2 bis 3 Mahlzeiten am Tag, aber geben Sie nichts dazwischen.
- Sobald die Wohnungskatze erwachsen ist, sollten Sie die Futtermenge
und die Anzahl der Mahlzeiten reduzieren. Sie braucht pro Tag
nicht mehr als 130g auf zweimal verteilt. Ist Sie besonders groß
oder sehr temperamentvoll können Sie auf 150 bis 200g erhöhen.
- Eine tragende Katze muß nicht viel mehr, aber nährstoffreicheres
Futter in vier bis fünf Portionen über den Tag verteilt bekommen.
Eine säugende Katze braucht entschieden mehr Futter, etwa 450g,
ebenfalls auf mehrere Mahlzeiten verteilt.
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Praktische Zubereitungstips
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- Rohes Fleisch vom Pferd, Schaf, Kaninchen oder Wild muß frisch
und aus einwandfreien Beständen sein. Fleisch vom Schwein, Rind
und Geflügel nur gekocht reichen.
- Die Katze braucht nährstoffreiches, aber nicht unbedingt "abgeschmecktes"
Futter, also Hände weg von Salz und anderen Gewürzen.
- Für die Versorgung mit Vitamin A braucht die Katze wöchentlich
100 bis 150g Leber. Auf Vorrat portionieren, im Tiefkühlfach aufbewahren
und täglich eine Portion unters Futter mischen.
- Eintagsküken, die es tiefgefroren in Katzenfachgeschäften gibt,
sind ein erstklassiger Mäuseersatz und werden von den Katzen mit
Knochen und Federn verspeist. Beim Kauf darauf achten, daß die
Küken aus salmonellenfreien Beständen kommen. Beim Auftauen nicht
im Schmelzwasser liegenlassen. Gründlich abwaschen. Ein Küken
pro Woche reicht. Mancher Katze muß man aber erst zeigen, daß
es eßbar ist. In katzengerechte Happen zerlegen, dann wird sie
beim nächsten mal schon Bescheid wissen.
- Einmal pro Woche ein Teelöffel Olivenöl oder Margarine im Futter
sorgt dafür, daß die Katze die verschluckten Haarballen nicht
erbricht, sondern ausscheidet.
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